Die besonderen Empfehlungen dieses Monats - Buchhandlung und Verlag Bornhofen in Gernsheim am Rhein

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Lieblinge des Monats Mai.
Fanny André: Zwei am Meer

Camille hat, entgegen aller Konventionen, ihre Ex-Schwiegertochter Isabelle zur Beerdigung ihres Sohnes Arnaud eingeladen. Sie hofft auf wohltuendes Miteinander, welches ihr hilft, mit der Trauer leben zu lernen. Tatsächlich stellt sich die Vertrautheit ein, die sie in Zeiten der Ehe von Isabelle und Arnaud hatten. Dazwischen war absolute Funkstille. Und noch am Tag der Beerdigung beschließen Camille und Isabelle, für eine Woche in die Normandie und in die Bretagne zu fahren, sie wollen sich gegenseitig davon überzeugen, dass die eigene Region die schönste ist. Sie finden Schönheit, Freundschaft und unerwartete Herausforderungen …

Fanny Andrés scheut in ihrem Buch große Themen nicht, und trotzdem kommt es leicht lesbar daher: Camille und Isabelle gehen freundschaftlich und sehr vorsichtig miteinander um. Und doch holen sie sich aus der jeweiligen Komfortzone (am Ende starten beide einen Neuanfang). Gerade dieser Hang zu Gegensätzlichkeiten macht das Buch zu etwas absolut Besonderem. Ein echtes Wohlfühlbuch ist es außerdem! Und: Wer die Normandie oder die Bretagne liebt, kommt mit den tollen Beschreibungen absolut auf seine Kosten.

Dumont Buchverlag, Übersetzung: Ingrid Ickler, ISBN 978-3-8321-6618-2, € 22,00

Ali Hazelwood: Die theoretische Unwahrscheinlichkeit der Liebe

Vielleicht war es doch keine gute Idee, mitten in der Nacht im Labor den ersten Mann zu küssen, der ihr über den Weg läuft. Aber was bleibt Olive anderes übrig, wo sie ihrer besten Freundin Anh Pahm erzählt hat, dass sie ein Date hat. Anh ist nämlich in Jeremy verliebt, mit dem Olive direkt vorher befreundet war und wegen des Girls Code denkt Anh, dass sie nichts mit Jeremy anfangen darf. Außer, Olive hat selbst ein Date. Dass es ausgerechnet Dr. Adam Carlsen ist, den sie küsst, merkt sie zu spät – musste es ausgerechnet der größte Labortyrann der Stanford Universität sein? Und warum hat sich das so gut angefühlt?

„Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ist wie zu erwarten ein echter Liebesroman. Gut zu lesen, unterhaltsam, nicht kitschig – und der wissenschaftliche Hintergrund der handelnden Personen sorgt für eine interessante, ungewöhnliche Sicht auf die Welt. Die Kollegin schrieb: „Ein bisschen wie Georgette Heyer im 21. -Jahrhundert.“ Und ja: Das ist eine eindeutige Leseempfehlung.

Rütten & Loening, Übersetzung Anna Julia und Christine Strüh, 978-3-352-00971-6, € 16,90

Line Baugsto: Wenn wir doch nur Löwen wären, Luftschacht

Malin, die Erzählerin, ist schüchtern. Seit Ebba, ihre Freundin bis zur Vierten, mit der Mädelsclique abhängt, ist sie ziemlich alleine - nur Amina verbringt manchmal Zeit mit ihr. An einem Morgen kommt Leona neu in die Klasse, Schönheit/Biest Jasmin soll sich um sie kümmern. Malin wäre gerne mit Leona befreundet, denn die scheint genauso schüchtern zu sein wie sie selbst. Langsam freunden sie sich an. Bis zu dem Tag, als Leona sich zum Sportunterricht umzieht und Sarah (auch Schönheit/Biest) ihr Geheimnis entdeckt. Bis zu dem Tag, an dem Malin es nicht schafft, Leona beizustehen.

Das ist die Rahmenhandlung, die in authentischem Tonfall erzählt wird. Malin ist ziemlich ehrlich mit sich - und das gibt uns Leser*innen eine gute Gelegenheit, drüber nachzudenken, wie man selbst gehandelt hätte. Die Mädchenclique ist tonangebend und subtiles Mobbing an der Tagesordnung.
Das ist ein wirklich, wirklich tolles Buch, in dem Identifikation, Geschlechtlichkeit, Gruppendynamik sehr klug und nachvollziehbar dargestellt sind. Dabei ist dieser Roman nicht dick und alles andere als moralinsauer – und auch schon für 12jährige geeignet.

Luftschacht Verlag, Übersetzung: Andreas Donat, 978-3-903422-04-9, € 16,00

Michael Peinkofer: Die Welt der Orks

Auf dem einsamen Eiland mitten im Nirgendwo vergeht die Zeit langsamer als überall sonst. Und trotzdem werden sie beiden irgendwann sterben – da ist sich Balbok sicher. Auch wenn Rammar, sein Bruder, Balbok für zurückgeblieben hält, es klingt überzeugend: Irgendwann werden sie sterben. Man sollte sich also vielleicht, vielleicht um einen Nachfolger kümmern, so ist Balboks Vorschlag. Während er versucht, Rammar davon zu überzeugen, donnert und blitzt es und etwas stürzt aus dem Himmel herab. Ist Kuruls Keule vom Himmel gefallen? Und wenn ja, warum?

In einer anderen Welt, weit entfernt, macht sich Prinz Curran daran, mithilfe eines Dunkelelfs die bestehende Ordnung zu seinen Gunsten zu ändern …
Für Zartbesaitete ist Michael Peinkofers „Die Welt der Orks“ eindeutig nicht geeignet: Kämpfe, Tote, Intrigen gibt es zu Hauf, es wird geflucht und gesoffen und Rücksichtnahme ist ein Fremdwort. Wem das alles nichts ausmacht und wer darüber hinaus Situationskomik und höchst unterhaltsame Dialoge mag – der wird kurzweilige und sehr spannende Lesestunden haben, Peinkofer zieht uns Leser*innen richtig in seine Welt hinein. Balbok und Rammar, die beiden ungleichen Brüder, sind bereits in fünf anderen Ork-Romanen des Autors Hauptfiguren. Wer sie vor der gerade erschienen „Die Welt der Orks“ lesen will, sollte mit „Die Ehre der Orks“ beginnen: Das ist zwar als fünftes Buch erschienen, erzählt aber die Jungendgeschichte der Brüder. Aber auch nur mit der Neuerscheinung vom April 2022 hat man wirklich großen Spaß!

Knaur Verlag, 978-3-426-22775-6, 16,99 €

Empfehlung von Praktikantin Julia:
Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was Du denkst.

Der Comedian Kurt Krömer ist schon lange bekannt in Deutschland, unter anderem durch Serien wie „Chez Krömer“ oder „Last one Laughing“. Nun veröffentlichte er seine Autobiographie, in der er über seine psychischen Erkrankungen berichtet und seinen Weg der Genesung.

Kurt Krömer schreibt von seinem Leben mit schwerer Depression, dass er nie erkannt hatte, was ihn belastete und wie er versuchte die Fassade aufrecht zu halten. Auch berichtet er von seiner Alkoholsucht und seiner Zeit in der Klinik auf eine ernste, aber auch lustige Art. Er schrieb dieses Buch, um den Umgang mit Depressionen öffentlich zu machen und den Leuten zu helfen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie er es war. Das Buch ist kein Ratgeber, er möchte Aufmerksamkeit schaffen und aufklären. Der Autor lässt uns tief in seine Gefühlswelt blicken, teilt seine negativen Erlebnisse mit den Lesern, aber er schreibt auch über den Weg aus seiner Depression und Sucht.

Kiepenheuer & Witsch Verlag, 978-3-462-00254-6, €20,00

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