Direkt zum Seiteninhalt

Unser Newsletter im November 2025 - Buchhandlung und Verlag Bornhofen in Gernsheim am Rhein

Menü überspringen
Homesymbol
Kopfzeilesymbole
Newsletter     Hilfe        tolino Webreader         Öffnungszeiten          Wunschliste           Login / Mein Konto
Menü überspringen

Öffnungszeiten: DI-FR 9:00 - 12:30 | MO-FR 14:00 - 18:30 | SA 9:00 - 13:00Öffnungszeiten ab 2026: DI-FR 10:00 - 12:30 | MO-FR 14:00 - 18:30 | SA 10:00 - 13:00

Menü überspringen
Stickyhomesymbol
Menü überspringen
Die Eulalia-Post im November 2025:
Eulalia-Post 02-11-2025

Liebe Büchermenschen,

die Vorweihnachtszeit startet mit dem ersten Advent quasi „offiziell“. Die Schaufenster der Geschäfte sind schon weihnachtlich dekoriert, ein Spaziergang durchs Städtchen ist, auch mit der schönen Beleuchtung über den Straßen, gerade sehr schön. Bei uns ziehen noch Leuchtsterne ein - und zwei Fenster sind noch völlig „weihnachtslos“, das wird sich bald ändern. Mit den sechs großen Fenstern lässt sich ja schön immer ein wenig mehr schmücken, je dichter wir an die Festtage kommen. (Meine Weihnachtsohrringe trage ich auch: Wenn’s mal wieder turbulent ist, weiß ich spätestens bei schnellen Bewegungen, warum es turbulent ist, sie klimpern nämlich ein wenig.)

Wahrspruch
Ob wir verdienen, dass wir glücklich sind?
Was zweifelst du! Verdienst du, gut zu sein?
Durch Zweifel wir das wahrste Wesen Schein.
Glück ist des Menschen schönste Tugend, Kind;
wer glücklich ist, verdient’s zu sein.
(Richard Dehmel)

Damit alles entspannter und weniger hektisch zugeht – vielleicht glücklicher - gibt’s bei uns neben Beratung, Onlineshop und Kontaktmöglichkeiten auf allen Kanälen auch vier ganz unterschiedliche Büchermagazine. Buchjournal (im neuen schicken Outfit) und Lesart kamen in dieser Woche, sie sind randvoll mit Empfehlungen: das Buchjournal geht in die Breite und stellt jede Menge Bücher kurz und treffend vor, die Lesart ist literarischer ausgerichtet und die Beiträge gehen sehr in die Tiefe. Außerdem liegt auch unsere Broschüre mit den hauseigenen Empfehlungen bis einschließlich August bereit, diese Titel haben uns wirklich begeistert. Und als vierte Broschüre gibt es noch „Es geht um das Buch - den Katalog der unabhängigen Verlage“, hier gibt es ganz ungewöhnliche Entdeckungen zu machen. Vielleicht mögen Sie sich ein oder mehrere Magazine abholen? Oder sich liefern lassen? Die Suche nach Geschenken erleichtern diese Vier allemal!

Sie wissen ja, dass in eigentlich jeder Eulalia ein Kulturtipp zu finden ist. Diesmal ist es aber keine Ausstellung, die ich Ihnen ans Herz legen möchte – sondern ein Podcast. (Für diejenigen, die nicht gerne Gespräche hören: Es gibt sämtliche Folgen auch in Schriftform!) „NEU DENKEN ist ein Video- und Audiopodcast, der unseren gesellschaftlichen Diskurs neu aufrollt – respektvoll und lösungsorientiert. Statt der nächsten Aufregung hinterherzulaufen, stellen wir eine andere Frage: Wie geht es besser?“ – so steht es auf der Website und besser kann man nicht erklären, wie dieser Podcast funktioniert und was Politökonomin und Nachhaltigskeitswissenschaftlerin Maja Göpel antreibt. Ich lege Ihnen die ganze Homepage und besonders den Podcast wärmstens ans Herz! LINK

Bei den Buchempfehlungen war ich ein wenig in Nöten. Denn von den acht Empfehlungen der Lesepat:innen kann ich hier nur zwei einfügen, der Newsletter bekommt sonst Kurzgeschichtenformat. Ich hab‘ also Lose gezogen, das schien mir am Gerechtesten. Aber auch hier gilt: Ich lege Ihnen alle Texte wärmstens ans Herz! Darum hier also der Link auf meine Homepage: LINK

Hotlist der indie-Verlag, Lesepatin Julia Galley
Philip Krömer: Kumari
Das Buch "Kumari" von Philip Krömer ist schon vom Einband schlicht, aber schön. Die auf rotem Hintergrund gemalt Abbildung einer Kumari gibt einem auch gleich eine Vorstellung davon, wie die Allwissende Erzählerin aussehen kann.
Eindrucksvoll in einer Geschichte verpackt, schildert die Kumari, wie sich drei Tage für sie und zwei Rebellen 2001 in Kathmandu ereignet haben, und geht dabei auf ihr Leben im Tempel und die Geschehnisse um Rupa Rana und Prinz Dipendra ein. Man lernt durch dieses Buch etwas über die Götter und Feste in Nepal und wie das Leben als reinkarnierte Göttin sein könnte. Dazu bekommt man Lust sich mehr damit zu beschäftigen. Am Ende ist es eine spannende, aber relativ kurze Geschichte zum Abschalten oder zum Weiterforschen.
Septime Verlag, 978-3-991200-59-8, € 24,00

Shortlist des Deutschen Buchpreises, Lesepatin Christiane Menger
Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft
Eine erste Liebe zwischen Festhalten und Vernichten, Aussterben und Weiterleben Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester Merle, die auf der benachbarten Lichtung Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen. Während Era Notizbücher führt, Zeichnungen anfertigt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind Era und Maja verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben die beiden sich ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Als ein großflächiger Brand den Wald zerstört, verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.
„Sie haben lange Haare und verpixeln ihre Augen“, wen dieser Satz neugierig macht, wird die queere Coming-of-Age-Story von Fiona Sironic mögen.
Era und Maya - sie finden sich und erleben Bedrohliches, in einer Welt die einerseits mir dem Artensterben und andererseits mit den Tücken der Medienbeständigkeit im Internet struggelt.
Empfohlen für Leser*innen, die den zeitgenössischen Schreibstil mögen und sich vor einer düsteren Zukunft nicht fürchten.
Ecco Verlag, 978-3-7530-0106-7, € 23,00

Bezüglich der Termine gibt’s schon einen Vorgriff auf 2026:
Am Montag, 19.01.2026 um 19 Uhr gibt es eine Kooperation mit der Wegwarte Ried. Gabriela Enderich, Diplom Sozialpädagogin und Palliativ Care Fachkraft, wird Hilfreiches und Grundsätzliches über Abschied und Trauer erläutern und ich werde einige passende Bücher vorstellen. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei die Unterstützung von Erzieher:innen und Lehrkräften, aber es sind alle willkommen, die sich mit dieser Themenstellung näher auseinandersetzen mögen.
Der Eintritt ist frei, wir bitten aber um Anmeldung.

Zu guter Letzt kommt eine kleine Erinnerung: Ran an den Bücher-Vorleseturm!
Hier sind Sie gefragt: Wir wollen in diesem Jahr alle anregen, Kindern besonders viel vorzulesen. Darum nutzen wir vom 01.12. bis 31.12.2025 eine Idee von Ursel Scheffler: Den Vorleseturm.
Ziel ist es, einen Bücherturm in Höhe des Weihnachtsbaumes vor dem Stadthaus zu erlesen! Mitmachen kann man ganz einfach, indem man jeden Abend oder einmal die Woche eine E-Mail mit den gelesenen Zentimetern (es zählt die Breite des Buchrückens) an vorleseturm@buchhandlung-bornhofen.de schickt. Wir summieren und veröffentlichen die Fortschritte. Wenn die Höhe des Weihnachtsbaumes erlesen ist, spendieren wir jeder Gernsheimer Kita ein Bilderbuch.
Damit verabschiede ich mich in den buchhändlerischen Adventstrubel (ich lieb‘ das!). Ab Montag sind wir nahezu immer zu zweit im Laden, und Sie können sicher sein, dass wir flott und zuverlässig arbeiten. Und selbstverständlich verpacken wir gerne, Recycling-Geschenkbögen und Papier-Schleifenband habe ich gerade noch aufgefüllt.

Kommen Sie gut durch die Zeit! Hoffentlich wird es nicht turbulenter, als es gut für Sie ist und so gemütlich, wie Sie es mögen und brauchen.

Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der
Buchhandlung Bornhofen e. K.
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
FON 06258 4242, FAX 06258 51777
HRA Darmstadt 53224

Eulalia-Post 01-11-2025

Liebe Büchermenschen,

manchmal ist es gut, wenn man Dinge erst zwei Tage später erledigen kann als geplant. Gerade ist das so: Hätte ich die Eulalia Anfang der Woche geschrieben, gäbe es genug zu erzählen. Aber eine besonders schöne Sache wüsste ich noch gar nicht und damit könnte ich sie auch gar nicht „ausplaudern“: Es hat sich eine Gruppe engagierter Menschen gefunden, die unter dem Dach einer Institution den Bilderbuchpfad weiterführen wird. Als ich das gestern Abend erfuhr, fiel mir ein ganzes Felsenmeer vom Herzen – ich weiß wie viele kleine und große Menschen dort spazierenlesen. Wie sich das Ganze organisiert, das wird sich die nächsten Wochen weisen, aber das sind superzuverlässige Frauen und ich mach‘ mir überhaupt keine Sorgen. Das wird!
 
Am Wochenende wechselt jedenfalls Birgit Weinmann den Inhalt und dann ist für vier Wochen „In mir drin ist‘s bunt“ von Theresa Bodner ausgestellt. Die Innsbrucker Künstlerin taucht stichwortartig in die Gefühlswelt ein und illustriert das mit zauberhaften Collagearbeiten. Und obenauf ist das Buch mehrsprachig – den Bilderbuchpfad sprachlich zu erweitern, diese Idee stammt von Carmen Limberg, die beruflich mit Vielsprachigkeit zu tun hat. Großen Dank an die beiden!
 
Außerdem steht seit Ende Oktober auch das Gewinnerbuch der Gernsheimer Bilderbucheule fest. Rund 300 Kinder in allen sechs Einrichtungen haben zugehört und gewertet – das Lieblingsbuch „Dino-Post ist da“ kommt aus dem Magellan Verlag und der Text stammt von der jungen Autorin Lena Walde, illustriert wurde es von Emma Latham. Herzlichen Glückwunsch!
 
Die nächsten (und damit letzten vier) Termine in diesem Jahr stehen Großteils auch im Zeichen der Leseförderung.
 
Da ist zum einen der Vorlesetag am Freitag, 21.11.2025: Da höre ich zu. Heißt konkret, dass Kinder im Grundschulalter den ganzen Nachmittag vorbeikommen können, um mir einen kleinen Text vorzulesen. Das kann ein Witz sein, oder eine Scherzfrage, eine Seite aus dem Lieblingsbilderbuch oder eine Sequenz aus dem Herzensroman. Natürlich gibt’s viel Lob – das ist nämlich ganz schön mutig! – und ein kleines Dankeschön obenauf.
 
Am Dienstag, 25.11.2025 um 19 Uhr kommt Birgit Herold mit ihrem Roman „Die Schreiberin“ zur Lesung. Sie entführt uns mit der Geschichte über Clara Härtzlerin in die Werkstatt Johann Gutenbergs und damit auch zu Peter Schöffer; ihr historischer Roman ist prall und lebhaft erzählt. Auch wenn dieses Quartal schon reichlich Schöffer-Veranstaltungen in Gernsheim waren – dieser Abend zeigt noch andere und interessante Facetten auf. Die Autorin hat übrigens auch Mitmach-Dinge geplant. (Machen Sie bitte noch ein bisschen Werbung für diese Veranstaltung, ja? Wir haben noch reichlich Platz in der Buchhandlung!) Der Eintritt kostet 10 €.
 
Vom 01.12.2025 bis 31.12.2025 – Ran an den Bücher-Vorleseturm!
Hier sind Sie gefragt: Wir wollen in diesem Jahr alle anregen, Kindern besonders viel vorzulesen. Darum nutzen wir (wieder einmal) eine Idee von Ursel Scheffler: Den Vorleseturm.
Ziel ist es, einen Bücherturm in Höhe des Weihnachtsbaumes vor dem Stadthaus zu erlesen, die genaue Höhe wird demnächst vermessen. Mitmachen kann man ganz einfach, indem man jeden Abend oder einmal die Woche eine E-Mail mit den gelesenen Zentimetern (es zählt die Breite des Buchrückens) an vorleseturm@buchhandlung-bornhofen.de schickt. Wir summieren und veröffentlichen die Fortschritte. Wenn die Höhe des Weihnachtsbaumes erlesen ist, spendieren wir jeder Gernsheimer Kita ein Bilderbuch.
 
Mittwoch, 03.11.2025 von 15 bis 16.30 Uhr: Bilderbuchkino beim Kinderschutzbund
Das Bilderbuchkino hat seinen festen Platz im Jahreslauf, vier Mal im Jahr, immer am ersten Mittwoch im letzten Quartalsmonat findet es statt. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf winterlichen und weihnachtlichen Geschichten. Zwischendrin gibt’s die sehr beliebte Bastelpause … Anmeldungen für Kindergartenkinder nimmt der Kinderschutzbund entgegen, 06258 833766.
 
Unsere drei Veranstaltungen im Rahmen der WuB (Woche der unabhängigen Buchhandlungen) waren sehr gut besucht – es war eine Freude mit Ihnen! Die Buchbesprechungen vom „Feine Bücher für schöne Stunden“-Abend finden Sie auf der Homepage, auch Susanne Martins Empfehlungen sind dabei: https://buchhandlung-bornhofen.buchhandlung.de/shop/magazine/164434/november_2025.html
 
Zwei davon „serviere“ ich Ihnen auch hier:
 
Susanne Martin empfiehlt: Liz Moore: Der Gott des Waldes.
August 1975: Die 13jährige Barbara verschwindet von einem Sommercamp in den Adirondack Mountains. Das Verschwinden des Mädchens wäre an und für sich schon eine Katastrophe, denn die Wälder des Naturreservats sind einsam und gefährlich. Aber Barbara ist nicht irgendeine Jugendliche, sondern sie ist die Tochter der van Laars – einer Familiendynastie, der die Wälder und das Camp gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Sohn der van Laars, der 14 Jahre zuvor ebenfalls in den Wäldern verschwand und seitdem vermisst wird. Eine hektische Suche beginnt……
Dieses Buch ist weit mehr als ein Krimi! Aus mehreren Zeit- und Personenperspektiven entwirft Liz Moore ein Gesellschaftspanorama der 50er, 60er bis in die 70er Jahre. Ich fand es großartig, wie es der Autorin von Anfang an gelingt, eine dichte Atmosphäre zu schaffen und eine subtile Spannung aufzubauen, die wie ein Sog wirkt. Sie wird nicht durch äußere Dramatik erzeugt, sondern resultiert aus dem geschickten Aufbau der Handlung und dem Beziehungsgeflecht, das sich nach und nach enthüllt. Die frischgebackene Inspektorin Judyta Luptack muss in diesem Gestrüpp aus sozialen und gesellschaftlichen Abhängigkeiten ermitteln. Die Stellung der Frauen und ihre Schwierigkeiten, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können wird ebenso thematisiert wie die Dekadenz einer Oberschicht, die in Geld schwimmt. Dabei hat der Roman beinahe etwas filmisches – durch geschickte „Schnitte“ führt uns Liz Moore ganz langsam heran an das, was mit Bear und Barbara passiert ist.
Ein tolles Lesevergnügen, ein hochspannender Roman mit Tiefgang, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat – genau das richtige für ein ausgedehntes Schmökerwochenende!
Beck-Verlag, Übersetzung: Cornelius Hartz, 978-3-406-82977-2, € 26,00

Lucia Bornhofen empfiehlt: Aleksandra & Daniel Mizielinscy: Carp City – Die Stadt der tanzenden Karpfen
In „Carp City“, der „Stadt des tanzenden Karpfens“ soll morgen ein großes Fest gefeiert werden. Die Menschen freuen sich sehr darauf, denn dieses „Fest des Siebenarmigen Orang-Utans“ ist der Höhepunkt jeden Jahres. Leider ist bisher noch lange nicht alles vorbereitet. Ganz im Gegenteil: In diesem Jahr ist eigentlich noch nichts so, wie es sein soll. Und nun ist es an den Spieler:innen, alle Rätsel zu lösen, alle Aufgaben zu erledigen und überhaupt Ordnung ins Chaos zu bringen.
Bevor man losspielen kann, muss man bitte im großen Buch (mit den genialen Wimmelbildern) die Umschlagseite innen vorne lesen. Da steht genau, wie das Buch funktioniert, einen QR-Code bezüglich Erklärfilm gibt es auch.
Die Wimmelbilder im großen Buch bilden zusammen eine einzige große Stadt, „Carp City“. Sie sind aufgebaut wie ein Straßenatlas – es gibt also an allen Rändern immer einen Pfeil mit der Anschlussseite. Auf diesen Bild-Doppelseiten gibt es verschiedene Zahlen, und es ist vernünftig, mit einer grünen Zahl zu starten. Die Zahl führt zu einer Geschichte und die Lösung der Geschichte, die sich hinter der grünen Zahl verbirgt, ist auf derselben Doppelseite zu finden. Die meisten Aufgaben erstrecken sich aber über drei oder vier Seiten: Die sind ganz schön knifflig.
Das ist ein Buch, mit dem man viel Zeit verbringen kann! Lesen, Rechnen, genaues Gucken – mein Steckenpferd Leseförderung wird wunderbar bedient.
Der Verlag empfiehlt ab 8 Jahren – aber ehrlich gesagt, ich hatte mit meinen bisherigen Aufgaben da auch großen Spaß!
Moritz Verlag, übersetzt von Hannah Gemmel, 978-3-89565-480-0, € 36,00
 
Was fehlt? Die Ausstellungs-Empfehlung. Die ist dringlich und wichtig!
Bis zum 28.11.2025 gibt es im Foyer des Groß-Gerauer Landratsamtes die Wanderausstellung „‘Verräter‘ oder ‚Helden‘?“ zu sehen. Es geht um die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944, die auch lange nach dem Ende des Krieges vom Mitgründer der rechtsextremen „Sozialistischen Reichsparte“, Otto Ernst Remer, als „Verräter“ bezeichnet worden waren. Fritz Bauer verklagte Remer 1952 in seiner Funktion als Braunschweiger Generalstaatsanwalt wegen „übler Nachrede“ und „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ – und bekam recht. Die Hintergründe zu diesem Prozess und die auf Grund dieses Urteils positive Wertung der Widerstandskämpfer sind in der Wanderausstellung eindrücklich dargestellt. Und auch über Fritz Bauer selbst, der ab 1956 Generalstaatsanwalt in Frankfurt war und in dieser Funktion den ersten Auschwitzprozess initiierte, gibt es in der Wanderausstellung viel zu sehen und lesen. Unbedingte Empfehlung!
 
Damit verabschiede ich mich – wenn alles gut läuft, lesen Sie Ende der nächsten Woche nochmal von mir. Dann mit Buchbesprechungen unserer Lesepat:innen! (Die sind ab bald auch im Fenster, auf der Homepage und eine nach der anderen auf FB und in Insta …) In der Buchhandlung liegt übrigens auch unser Buchempfehlungsheft Januar bis August bereit – da sind alle Texte der Lesepat:innen zum Deutschen Sachbuchpreis enthalten.

Alles Gute für Sie! Gelassenheit ob des beginnenden Weihnachtschaos‘ und viel Freude rundum wünschen wir. Und: Bleiben Sie stabil!
 
(Am Wochenende soll es übrigens richtig kalt werden. Damit gibt’s dann sogar noch einen halbwegs statthaften Übergang für ein Gedicht von Frank Wedekind:
Herr von Günther
Läuft im Winter
Gerne Schlittschuh
Auf dem Eis,
Denn im Sommer
Ist’s zu heiß.)         
 

Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der
Buchhandlung Bornhofen e. K.
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
FON 06258 4242, FAX 06258 51777
HRA Darmstadt 53224

Zurück zum Seiteninhalt